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Die Wahrheit

Reinkarnationen > Bérenger von Frédol


Am 13. Oktober 1307 lie
ß der König Frankreichs, Philipp der Schöne, die Templer im Lande mit ihrem Großmeister Jakob von Molay verhaften. Unter Folter erpressten die Inquisitoren u.a. folgende Geständnisse von den Würdenträgern des Ordens und von den Rittern: Verleugnung Christi, Verehrung des Götzenbildes Baphomet, Verspottung des Abendmahls und Homosexualität.

Im Dezember 1307 sandte der Papst Clemens V. die Kardinäle Bérenger von Frédol und Etienne (Stefan) von Suisy zum König, um ihn zu bewegen, die Templer und die Güter des Ordens der Kirche zu übergeben. Die Kardinäle konnten Jakob von Molay und einige Würdenträger befragen, erreichten jedoch vom König weiterhin nichts.

Clemens V. verlangte, die oberen Führungskräfte des Ordens an seinem Hofe, in Poitiers, zu vernehmen. Jakob von Molay (der Großmeister), Hugo von Pairaud (Visitator Frankreichs), Raimbaud von Caromb (Großpräzeptor von Zypern), Gottfried von Gonneville (Präzeptor von Poitou und Aquitaine) und Gottfried von Charnay (Präzeptor der Normandie) wurden aber nicht nach Poitiers sondern nur bis zum Schloss von Chinon gebracht.
Clemens V. sandte die Kardinäle Bérenger von Frédol, Stefan von Suisy und Landolfo Brancaccio nach Chinon, mit dem Auftrag, die Gefangenen zu verhören.
Am 20. August 1308, als die Verhöre abgeschlossen waren, teilten die drei Kardinäle dem König in einem Schreiben mit, dass der Großmeister und die vier anderen Würdenträger umfassende Geständnisse abgelegt haben.

In seiner Bulle "Faciens misericordiam", die das Datum des 12. August 1308 trägt, verkündete Clemens V., dass die obersten Verantwortlichen des Templerordens gestanden haben. An jenem Datum hatten die Verhöre in Chinon aber noch nicht begonnen; sie fanden vom 17. bis 20. August statt.

Am 26. November 1309 wurde der Großmeister in Paris einer päpstlichen Kommission vorgeführt. Es wurden ihm apostolische Briefe vorgelesen, u. a. die Bulle vom 12. August 1308, die seine Geständnisse enthielt. Jakob von Molay war empört, schlug zweimal das Kreuz vor dem Gesicht und sprach dunkel von "solchen boshaften Personen" (in Molays Worten: "de tels pervers"), denen man den Kopf abschlagen sollte oder die man mitten durchhauen sollte. Er wollte nur noch dem Papst Rede und Antwort stehen.

In ihrem Buch "Der Prozess gegen die Templer" erklärt Theodora von Poturzyn diese seltsamen Geschehnisse, an denen alle Erforscher der Templertragödie herumgerätselt haben, auf folgende Art:
Voller Empörung vernahm Jakob von Molay Worte, die ihm angedichtet worden waren, die er in Chinon nie gesprochen hatte. Er wollte nur noch dem Papst Rede und Antwort stehen, weil sein Zorn den Kardinälen, die seine Aussagen verfälscht hatten, galt. Der Großmeister wusste nicht, dass der Papst auch an der Fälschung mitgewirkt hatte und die Bulle sechs Tage vor dem Verhör in die Welt gesandt hatte. 1

Theodora von Poturzyn war die erste Geschichtsschreiberin, die von Amtspflichtverletzung sprach und alle anderen Erklärungen ausschloss.
Einige Historiker nehmen an, dass in Chinon echte Geständnisse protokolliert wurden. Die anderen vermuten, dass die königlichen Legisten, Nogaret und Plaisians, die das Protokoll unterzeichneten, deren Anwesenheit jedoch gesetzwidrig war, mit den Gefangenen einen Handel abgeschlossen hatten: Befreiung aller Templer gegen Geständnisse der Leiter des Ordens.
Dem falschen Datum auf der Bulle schreiben die Historiker, - im Gegensatz zu Theodora von Poturzyn, - keine Bedeutung zu. Die meisten führen es auf einen Irrtum eines päpstlichen Schreibers zurück.

Die Verdrehung der Wahrheit zog schwere Folgen nach sich. Aufgrund der Bulle und der von den Inquisitoren erpressten Geständnisse wurden die Würdenträger des Ordens am 18. März 1314 zu ewiger Einmauerung verurteilt. Jakob von Molay und Gottfried von Charnay, die sogleich Protest erhoben und die Geständnisse widerriefen, wurden auf Befehl des Königs noch am selben Tage verbrannt.


 
 

Fig. 1


Im Todeshoroskop von Bérenger von Frédol befinden sich Merkur und Mars in Konjunktion (Fig. 1). Jakob von Molays und Gottfried von Charnays Mars stimulieren den Aspekt.
Der verstorbene Kardinal spricht: Wenn Ihr vor mir erscheint, brennen mich die Lügen, die ich gemeinsam mit den zwei anderen Kardinälen und mit dem Papst über Euch verbreitet habe. Ich will zur Erde zurückkehren, dort die Verfälschungen Eurer Aussagen aufdecken und Euch verteidigen.

 
 

Fig. 2


In Ernst Kunerts Todeshoroskop bilden Merkur und Mars ein Trigon (Fig. 2). Jakob von Molay und Gottfried von Charnay durchkraften den Aspekt.
Der verstorbene Ernst Kunert spricht: Mein früher Tod hat einen Sinn: Ihr gebt mir einen Auftrag, den ich nur in der geistigen Welt erfüllen kann.

 
 

Fig. 3


Ernst Kunert spricht weiter: Ihr, der Gro
ßmeister und der Präzeptor, Ihr erwartet von mir, dass ich Eure Gedanken in Theodoras Frédol-Seele einfließen lasse (Fig. 3). Ich kann es tun, weil ich, als Verstorbener, mit ihrer Seele außerordentlich stark verbunden bin. Ich soll in ihr Erinnerungen an Chinon wachrufen, sodass sie den Mut aufbringt, den Geschichtsforschern zu widersprechen und die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen. Theodora, die hochbegabte Schriftstellerin, soll in einem Buch die hintergründigen Machenschaften des Papstes und der Kardinäle bekannt geben, sodass Euch endlich Gerechtigkeit widerfahre. Mit dieser Tat wird sie sich selbst und mich von der Vergangenheit befreien.



Als Theodora den Roman "Jeanne d'Arc" verfasste, tauchte in ihrem Leben der Ortsname "Chinon" auf. Jeanne d'Arc begab sich am 23. Februar 1429 nach Chinon, an den Hof des Königs Karl VII. Sie wurde im Turm von Coudray beherbergt, - im runden Turm, in welchem Jakob von Molay und die vier anderen Würdenträger im August 1308 eingekerkert waren.
Der Roman erschien 1961. 2

 
 

Fig. 4


Ab September 1960 zeichnete Mars eine Schleife über Bérenger von Frédols und Ernst Kunerts Todeshoroskop (Fig. 4). Sechsunddrei
ßig Jahre nach dem Tode ihres ersten Mannes erweckte der laufende Mars in Theodoras Frédol-Seele die Merkur-Mars-Konjunktion. Er belebte auch die Verbindung Theodoras mit ihrem verstorbenen Gatten, denn er erweckte auch das Trigon, das Merkur und Mars in Ernst Kunerts Todeshoroskop bilden.
Im Februar und März 1961 entstand noch eine Merkurschleife über Frédols Deszendenten der Lokalisierung. Die Verbindung Theodoras mit dem verblichenen Ernst Kunert erreichte den Höhepunkt, denn Merkur aktivierte auch das Merkur
†-Mars†-Trigon des Verstorbenen.

Die beiden Planetenschleifen gaben Ernst Kunert die Möglichkeit, mächtige Inspirationen in die Frédol-Seele hineinzusenden. Theodora war sich dieser geistigen Vorgänge wahrscheinlich nicht bewusst, denn sie spielten sich in Seelentiefen ab, zu denen das Tagesbewusstsein normalerweise keinen Zutritt hat. Die Schriftstellerin fühlte sich aber gedrängt, die Fälschungen, die die Kardinäle in Chinon verfertigt hatten, aufzudecken. Ihr Templerbuch erschien 1963.

Ich habe bisher nur einen Geschichtsforscher gefunden, der - wie Theodora - den Papst und die Kardinäle in der Angelegenheit von Chinon der Lüge und Fälschung bezichtigt. Er heißt Ivan Gobry, ist 1927 in Frankreich geboren und war 27 Jahre lang Professor an der Universität Reims. Sein Buch erschien 1995. 3

Er erwähnt zwar Theodoras Buch nicht, stimmt aber, was die Ereignisse von Chinon anbetrifft, mit ihrer Ansicht überein.
Zweiunddreißig Jahre nach ihrer Pioniertat verkündete der französische Gelehrte auch die Wahrheit.

 
 

Fig. 5


Willfrieds absteigender Mondknoten
† befindet sich in der Umgebung von Theodoras Merkur† (Fig. 5). Er belebt die Quadratur, die Merkur und der Mondknoten im Todeshoroskop der Mutter bilden.

Theodora versuchte bis zu ihrem letzten Atemzug, dem Leiden und Tode ihres Kindes einen Sinn abzugewinnen. Sie starb an schwerer Krankheit am 7. Januar 1968, im Alter von 71 Jahren. Zwei Tage vor ihrem Hingang hatte sie trotz ihrer Schwachheit ein Buch beendet, das von anthroposophischer Heilpädagogik handelt. Sie betrachtete Willfried Immanuel als Paten dieser Bewegung. 4
Ihr Tagesbewusstsein bot dem Wissen, das sie in ihrer Frédol-Seele barg, unüberwindbaren Widerstand und lie
ß es nicht in das Haupt hinaufsteigen, - was ja beim normalen Menschen immer der Fall ist. In ihrem Unterbewusstsein wusste sie, dass in ihrem Kinde ein Würdenträger des Templerordens wiederverkörpert war und hat für ihn ihr Templerbuch verfasst.
Die Sperrung erscheint besonders in der Namenlosigkeit, in die Theodora die Kardinäle einhüllt. O
bwohl sie in ihrem Buch viele Namen nennt, gibt sie die Namen der Kardinäle nicht preis. Ihr Bewusstsein sperrte sich gegen die Namen Bérenger von Frédol, Etienne von Suisy und Landolfo Brancaccio.



Die Tragik, die in dieser zusätzlichen Studie aufs Neue erscheint, veranlasst mich einmal mehr, Willfried Immanuel als den wiedergekommenen Gro
ßmeister zu betrachten.

Rudolf Steiner hat über die vorherige Inkarnation des Kindes und seiner Eltern nie Informationen gegeben.

Das Datum und den Ort von Ernst Kunerts Geburt kenne ich nicht und kann folglich keine Forschungen über sein vorheriges Erdenleben anstellen.

 
 

Fig. 6


Theodora und Ernst Kunert haben Willfried den Dienst erwiesen, ihn zu Rudolf Steiner zu bringen (Fig. 6). Als, nach seinem Hingang, in ihm die Sehnsucht
nach Weisheit, Liebe und Schönheit erwachte, verband er sich eng mit dem verstorbenen Geistesforscher.


 

Literatur- und Zitatennachweis


1   Krück von Poturzyn, Der Prozess gegen die Templer. Ein Bericht über die Vernichtung des Ordens, 3. Auflage 2003, Verlag am Goetheanum, CH-4143 Dornach
Die Geschehnisse von Chinon schildert sie auf den Seiten 106-110 und Jakob von Molays Aussagen auf den Seiten 140-143.
2   Maria Josepha Krück von Poturzyn,
Die Sendung des Mädchens Jeanne d'Arc, 1961, Verlag Urachhaus, Stuttgart
3   Ivan Gobry, Le procès des Templiers, Librairie Académique Perrin, 76, rue Bonaparte, Paris, 1995
4   
Maria Josepha Krück von Poturzyn, Aufbruch der Kinder 1924, Stuttgart, 1968

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